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E-Portfolio…oder wir haben unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht

März 22, 2009 · Kommentar schreiben

Mal ehrlich, wer kennt die EU_Initiative „Objective 2010 – ePortfolio for all“?

Ich hab sie selbst bis letzter Woche noch nicht gekannt. Ja und…? Man kann nicht alles kennen, werden nun einige sagen. Richtig, aber das wichtige sollten wir kennen, weil es in dieser Initiative um unsere europäische Zukunft geht. Um die Zukunft als Gemeinschaft..aber auch um die berufliche Zukunft jedes Einzelnen von uns. Und damit wird die Sache zum Dreh und Angelpunkt schulischer Bildungsanstrengungen…und besonders in der Bildungsarbeit eines Berufskollegs. Was aber hat das nun alles zu bedeuten?

Portfolio:

Schwieriges Wort….Schlagen wir doch mal bei Wikipedia nach:Schnell wird klar, es handelt sich um eine Art Sammelmappe mit Arbeiten, Leistungsnachweisen, künstlerischen Auseinandersetzungen u.a.-…. den ganzen Artikel könnt ihr bei Wikipedia nachlesen….hier klicken…. und nun auch noch E-Portfolio?…Aha, wir ahnen es… nun gehts nicht mehr mit Papier, sondern elektronisch organisiert….und schwups sind wir bei längst Bekanntem: Myspace, StudiVZ, SchülerVZ, Facebook…- Oder doch nicht? Können in diesen Social Networks nicht schon seit langem und sicher von vielen von Euch auch genutzt schon Informationen zur Person, Dateien und Nachrichten abgelegt und getauscht werden?… Manche von Euch haben auch bereits am eigenen Leib die negativen Seiten  kennengelernt. Eine eigene  Sammlung von _Dateien, ein eigenes Profil dort kann mitunter verhängnisvolle Konsequenzen fürs eigene Leben haben…(elektronisches Mobbing… als Stichwort). Oder im Positiven: Dienten diese social networks nicht bisher dem Vergnügen?- Warum also diese Initiative, die die EU-Politik als dringlich ansieht?

E-Portfolio:

Die EU-Initiative „Objective 2010 – ePortfolio for all“ fordert, dass bis 2010 jeder Bürger der EU ein eigenes E-Portfolio hat. Dies soll Lernen, Bildung und Weiterbildung, Qualifizierung für einen europäischen Arbeitsmarkt bündeln und kommunizieren….,nicht bei MySpace und anderen, sondern in neuen Netzwerken, die dem Einzelnen die Freiheit der Entscheidung darüber lassen, mit wem, für wen und über was er sich vernetzt…..und wozu sollen wir das tun?…“Sobald Standards für Kompetenzmonitoring und -präsentation existieren, ist es  – für wirtschaftliche Belange – einfacher, Fähigkeiten einer Person überstaatlich wahrzunehmen. Dieser vereinheitlichte, überstaatlicher Kompetenznachweis macht Personen für einen globalen Arbeitsmarkt interessant: Know-how wird personenbezogen präsentiert und fördert die Mobilität der Arbeitskräfte innerhalb der EU (und darüber hinaus). (vgl. Schaffert 2006: 55)

Damit in Zusammenhang stehen wirtschaftliche und politische Ziele. Wie die Initiatoren selbst festhalten, soll die Initiative einen Beitrag zur Erfüllung der Lissabon Ziele (EU als wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt) sein.“ (Den hochinteressanten Blog zum Thema „E-Portfolio lest ihr hier….)

In naher Zukinft wird es keine Bewerbung auf bedeutendere Stellen mehr geben ohne ein solches vorgelegtes Portfolio. Dies werdet Ihr, die heutigen SchülerInnen der Käthe als Berufstätige  erleben….

Wie wenig oder gar nicht hat Schule bisher darauf reagiert. So haben wir  alle unsere Hausaufgaben noch  nicht gemacht. Auch wir hier an der Käthe nicht.Holen wir Versäumtes nach.

Wir als Lehrer sollten schnell nun unseren Schülern zeigen, wie sie mit elektronischen Portfolios umgehen können und wie wir sie gemeinsam mit Euch, unseren Schülern als zentrale Stelle lebenslangen Lernens nutzen. Machen wir uns endlich an die Arbeit? Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen. Damit wir alle wissen, was wir tun und warum. Lesetipp: auf der Download-Seite von kkbkonline stehen 2 Päsentationen bereit. Sie zeigen im Überblick Essentials des Themas und auch erste LösungsAnsätze.


Kategorien: Ausbildung, Beratung und Beruf
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